Kritiken

Rollenkoffer und Durcheinander auf der Odyssee-Bühne

Foto: Sebastian Hoppe

Uraufführung am Staatsschauspiel Dresden
Schimmelpfennigs Odyssee fragwürdig inszeniert
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 18.09.2018 → Beitrag hören

Der deutsche Dramatiker Roland Schimmelpfennig hat Homers berühmte Irrfahrten des Odysseus ins Heute übersetzt. Entstanden ist ein Stück über Sinnsuche auf dem Meer, aber auch über Flüchtlinge, Entfremdung und Heimat. Am Staatsschauspiel Dresden wurde das Werk uraufgeführt. mehr…


Der Papstpalast ist und bleibt das Herz des Festivals in Avignon

Foto: Eberhard Spreng

Bilanz Theaterfestival Avignon
Arche Noah im ewigen Eis
Tagesspiegel, 24.07.2018 → Artikel lesen

Das Grauen der Gegenwart und die Komik des Blicks: Das Theaterfestival in Avignon endet mit einer Hommage an den Tanz. mehr…


Absurrde Szenen an Bord der der Arctic Serenity

Foto: Christophe-Raynaud-de-Lage / Festival-dAvignon

Bilanz des Festival d’Avignon 2018
Kopftheater, Körpertheater
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 22.07.2018 → Beitrag hören

Vor zwei Jahren sorgte die belgische Theatermacherin Anne-Cécile Vandalem mit „Tristesses“ in Avignon für eine Festivalüberraschung. Jetzt zeigte sie ihre neue Arbeit „Arctique“ – die letzte große Premiere eines Festivalprogramms, das in weiten Teilen überzeugen konnte. mehr…


17 einsame Menschen auf dunkler Bühne

Foto: Christophe Raynaud de Lage/Festival-d’Avignon

Festival d’Avignon 2018
Queere Biografien in der islamischen Welt
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 19.07.2018 → Beitrag hören

Ein Homosexueller lässt sich den Namen seines Freundes tätowieren: Mohammed, wie der Prophet. Seine und andere Geschichten aus der LGBT-Gemeinschaft erzählen Theaterkünstler aus der islamischen Welt beim Festival d’Avignon. Dort wird dieses Jahr wieder ein Fokus auf arabisch-iranische Arbeiten gelegt. mehr…


Schwarzer Schnee fällt auf eine unheimliche Familie

Foto: Christophe Raynaud de Lage / Festival d’Avignon

Theaterfestival Avignon
Mohammed liebt Baschar
Tagesspiegel, 18.07.2018 → Artikel lesen

Das Theaterfestival von Avignon beeindruckt mit Familiendramen, queeren Lebensgeschichten und großen Zeitfragen – eine Zwischenbilanz. mehr…


Nachdenken bei freiem Eintritt, im Schatten der Olivenbäume

Foto: Christophe Raynaud de Lage / Festival d’Avignon

Halbzeit beim Festival in Avignon
Matilda-Effekte und müde Klassiker
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 17.07.2018 → Beitrag hören

Klassiker beschäftigen die französischen Regisseure seit Beginn des Festival d’Avignon: Seneca, Racine und Aischylos, an den sich Festivaldirektor Olivier Pys für eine Trilogie von drei eigenen kleinen Stücken anlehnt. Sie sollen politische Debatten befeuern, die allerdings an anderer Stelle in der Festivalstadt niveauvoller geführt werden. mehr…


Papstpalast mit Straßenmusikern

Foto: Eberhard Spreng

Eröffnung Theaterfestival Avignon
Der Papstpalast bebt
Tagesspiegel, 11.07.2018 →  Artikel lesen

Mythos oder Epos. Zu Beginn des Festivals in Avignon streiten die radikal unterschiedlichen Regiehandschriften der Nachwuchsregisseure Thomas Jolly und Julien Gosselin um die Frage, wer mehr Deutungsmacht für die Schrecken der Gegenwart hat. mehr…


Don Delillo Romane als Bildertheater

Christophe-Raynaud-de-Lage/Hans Lucas

Theaterfestival in Avignon
Julien Gosselin inszeniert gewaltiges Epochenkunstwerk
Deutschlandfunk – Kultur Heute, 09.07.2018 → Beitrag hören

Für den zehnstündigen Theatermarathon beim Festival in Avignon braucht man in diesem Jahr viel Sitzfleisch und Ausdauer. Der Regisseur Julien Gosselin thematisiert anhand von drei Romanen des US-Schriftstellers Don DeLillo das Aufkommen des Terrorismus. Gelungen ist ihm ein suchtbildendes Überwältigungstheater. mehr…


Eine gewaltige Hand und ein einsamer Atreus

Foto: Christophe Raynaud de Lage

Festival d’Avignon
Auftakt mit Seneca
Deutschlandfunk, Kultur Heute, 07.07.2018 → Beitrag hören

Zwei verfeindete Brüder, unappetitliche Schandtaten und grausame Flüche sind die Ingredienzen von Senecas Stück „Thyeste“. Thomas Jolly bringt die selten gespielte Rachegeschichte auf die Bühne. Eine Gewaltchronik der besonderen Art zum Auftakt des 72. Theaterfestivals im französischen Avignon. mehr…


Horroshow mit Kuschelbär

Foto: Ute Langkafel

Dömötör inszeniert Gorki am Gorki
Ein Fall von Gewalt gegen Kuschelbär und Taftkleid
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 16.06.2018 → Beitrag hören

Vor einhundertfünfzig Jahren wurde Maxim Gorki als Alexei Maximowitsch Peschkow geboren. Anlass für eine Inszenierung seines Stücks „Die Letzten“, die Geschichte eines korrupten, brutalen und verkommenen Polizeichefs und Familienvaters. András Dömötör macht daraus am Gorki-Theater eine lustige Kinderzimmer-Horrorshow. mehr…


forensische Schutzanzüge, nackter Mann - ein Bild vom Anfang der Aufführung

Foto: Arno Declair

„Im Herzen der Gewalt“ auf der Bühne
Der Schmerz jenseits der Sprache
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 04.06.2018 → Beitrag hören

In seinem 2017 erschienenen Roman „Im Herzen der Gewalt“ verarbeitete Édouard Louis eine traumatische Erfahrung aus der Weihnachtsnacht 2012: Die Vergewaltigung und den Mordversuch durch einen jungen Mann „maghrebinischen Typs“. Thomas Ostermeier wagt eine Theaterfassung auf politisch vermintem Gelände. mehr…


Ein Mann am Boden, nackt, seinen Mördern ausgeliefert

Foto: Michiel Devijver

Milo Raus neues Stück in Brüssel
Ein grausames Verbrechen als pädagogisches Projekt
Deutschlandfunk, Kultur Heute 05.05.2018 – Beitrag hören
Deutschlandfunk Kultur, Fazit 04.05.2018 – Gespräch hören

Die Reihe „Histoire(s) du Théâtre“ ist eine neue Serie von Arbeiten des Schweizer Theaterkünstlers Milo Rau. Eine Art Theaterlabor, angelehnt an Jean Luc Godard und an die dänischen Dogma-Filmer. Zum Auftakt am Brüsseler Theater bringt Rau die Geschichte eines monströsen Verbrechens auf die Bühne. mehr…


Deleila Piasko inmitten des Chors in "Yerma"

Foto: Sebastian Hoppe

Federico García Lorcas „Yerma“ in Dresden
Mann will Geld, Frau will Kind
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 28.042018 → Beitrag hören

Yerma wird mit einem Mann verheiratet, den sie nicht liebt. Sie liebt einen anderen, doch aus Anstand bleibt sie bei Juan. Die Ehe bleibt kinderlos. Zu Lorcas Zeiten ein gewagter Stoff. Kann uns das Schicksal von Yerma auch heute noch etwas sagen? mehr…