Kritiken


Kritische Blicke beim Famielientreffen rund um den jungen Wissenschaftler Eitan

Foto: Simon Gosselin

„Tous des oiseaux“ von Wajdi Mouawad in Paris
Wie sich der Krieg in die Psyche einschreibt
Deutschlandfunk, 18.11.2017
Deutschlandfunk Kultur – Fazit, 17.11.2017

David, ein fundamentalistischer Jude, kann nicht akzeptieren, dass sein Sohn eine Araberin heiraten will. Doch dann kommt eine ganz andere Wahrheit ans Licht. Wajdi Mouawads Stück „Tous des oiseaux“ am Théâtre de la Colline in Paris wird zum Befriedungsaufruf in einem Krieg der Religionen. mehr…


Das Publikum erobert die Bühne

Foto: Eberhard Spreng

Volksbühne eröffnet mit Sehgal und Beckett
Immersion in Grauburgunder
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 11.11.2017

Lange hatte man auf den ersten Abend der neuen Volksbühne unter Chris Dercon gewartet. Er beginnt mit viel Performances teils älteren Ursprungs des deutsch-britischen Künsters Tino Sehgal. Aber auch drei intensive Beckett-Einakter mischten sich in den Abend und retteten die Eröffnung. mehr…


Eine Aufführung im Stile des Film Noir mit vielen Videoprojektionen

Foto: Julian Röder

„Entführung der Europa“ am Berliner Ensemble
Zwanghafte Burleske
Deutschlandfunk, Kultur Heute- 23.10.2017

Die Frau eines Syndikatschefs wurde entführt. Der Privatdetektiv Max Messer soll nach ihr fahnden: Das Stück „Die Entführung der Europa“ stellt auf drei Ebenen die Frage, ob Europa wieder ein Zukunftsversprechen sein kann. Und mischt dafür eine Kriminalstory mit einer Burleske – und Zitaten von Heiner Müller. mehr…


Damir Avdic, Ursina Lardi und Jakov Ahrens

Foto: Thomas Aurin

Schaubühne Berlin
Milo Raus verschluckte Lenin-Botschaft
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 20.10.2017

Theaterregisseur Milo Rau widmet sich in seiner neuen Produktion der Figur Lenins. Das Ensemble-Stück begleitet die letzten Tage seines von Schlaganfällen gezeichneten Endes auf seinem Landsitz – mit einer starken Hauptdarstellerin als Lenin, aber einer schwachen Botschaft. mehr…


Jonathan Meese

Foto: Eberhard Spreng

Parsifal-Überschreibung im Berliner Festival Immersion
Wagnerz für Mutterz
Bayrischer Rundfunk – Kulturwelt, 16.10.2017 → Beitrag hören

Mit wilden Wort- und Bildkollagen zielt Jonathan Meese ins finstere Herz der deutschen Mythen. Seine Eingebungen stammen aus der Science-Fiction-Unterhaltung vergangener Jahrzehnte. Zusammen mit dem Komponisten Bernhard Lang überschreibt er so Wagners Parsifal; ihr Mondparsifal wird nach Wien nun in Berlin in seiner Fassung Beta 9-23 gezeigt. Das ist auch ein bisschen eine Rache an Bayreuth, wo Meese ausgeladen wurde und eine für 2016 geplante Inszenierung vorzeitig platzte. mehr…


Das Oval im Herzen des Pierre Boulez Saals

Foto: Lovis Ostenrik

Konzertperformance im Pierre-Boulez-Saal
Klangraum und Bilderarena
Deutschlandfunk Kultur, Fazit – 06.10.2017

Bob Wilson zelebriert in „Luther Dancing with the Gods“ die Ars Moriendi, die Kunst des Sterbens: Mit Jürgen Holtz und Lydia Koniordou, u.a. mit Bibelzitaten aus der Genesis und der Apokalypse, mit Tischgesprächen des Reformators und einem magistralen Rundfunkchor Berlin unter der Leitung von Gijs Leenaars und Benjamin Goodson.


Nina Hoss ist Hauptdarstellerin in "Rückkehr nach Reims"

Foto: Arno Declair

„Rückkehr nach Reims“ an der Schaubühne
Das Theater analysiert den Rechtsruck
Bayrischer Rundfunk – Kulturwelt, 25.09.2017 → Beitrag Hören

2009 erschien in Frankreich Didier Eribons „Retour à Reims“, in dem sich der Autor mit seiner Biografie als Arbeiterkind in der nordöstlichen Provinzstadt Reims auseinandersetzt. Zugleich ist das Buch eine historische Analyse einer Mentalität, die die kommunistische Arbeiterklasse in die Arme des Front National trieb. Nach der englischen Uraufführung in Manchester inszeniert Thomas Ostermeier „Rückkehr nach Reims“ nun in Berlin. mehr…


Fritschs Akteure beim artistischen Fußballspiel

Foto: Thomas Aurin

Herberts Fritschs Einstandsinszenierung an der Schaubühne
Kann der auch fliegen?
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 20.09.2017

Zum ersten Mal inszeniert Herbert Fritsch an seinem Theaterexil in der Schaubühne. „Zeppelin“ ist ein Abend mit Texten von Ödön von Horváth. Ein riesiges Zeppelinskelett  beherrscht als gewaltiges Sehnsuchtssymbol die Bühne. Nur fliegen kann das als Klettergerät genutzte Objekt leider kaum. Und das bei allem, was die Horváth-Clowns versuchen, und das ist wirklich sehr viel. mehr…


Maxim-Gorki-Theater in Berlin Mitte vor der Aufführung

Foto: Eberhard Spreng

Gorki-Theater eröffnet Spielzeit
Theater für die Community
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 16.09.2017

Ein überwiegend aus Romnija und einem Rom zusammengesetztes Ensemble erspielt sich in einer knallbunten Show der israelischen Regisseurin Yael Ronen mit viel Pathos und ironisch gebrochenem Kitsch eine Musicalwelt: Ein Gypsyland Europa im Gorki-Land Berlin. mehr…


Das Ensemble von "Kalakuta Republik" im Hof des Zölestinerklosters in Avignon

Foto: Eberhard Spreng

Welttheater in Südfrankreich
Ein Kontinent will die Revolte
Tagesspiegel, 27.07.2017 → Artikel lesen

Spiel der Formen und Kulturen: Zum Abschluss des Festival d’Avignon geht es noch einmal nach Afrika. mehr…